Zwischen Liebe und Verzweiflung: Mein Weg zur Beraterin begann in meinem eignene Wohnzimmer.
Der Wunsch, Still-, Schlaf- und Beikostberaterin zu werden, flackerte das erste Mal im Jahr 2024 auf. Wir waren gerade mit unserer Tochter, damals ein halbes Jahr alt, im Kroatien-Urlaub. Doch so groß der Impuls auch war, so groß waren auch die Zweifel: „Was, wenn mein Wissen nicht reicht? Was, wenn niemand zu mir kommen will? Was, wenn ich einmal nicht helfen kann?“
Aus Angst vor dem Risiko der Selbstständigkeit schob ich den Traum beiseite. Aber er verschwand nicht – er schwirrte wie ein leises Echo immer wieder in meinem Kopf herum.
Als 2025 meine erste Elternzeit endete, ging ich zurück in den Beruf. Doch zu diesem Zeitpunkt wussten wir bereits, dass unser zweites Wunder unterwegs war. Wir dachten: „Jetzt sind wir Profis, wir wissen ja, was auf uns zukommt.“
Doch das Leben lehrte mich etwas anderes. Die zweite Schwangerschaft war anders, und als unser „kleiner Wurm“ im Oktober 2025 zur Welt kam, standen wir plötzlich vor völlig neuen Themen und Sorgen, die wir von Kind eins so nicht kannten. Es war die Bestätigung für das, was ich heute in meiner Beratung weitergebe: Jedes Kind ist einzigartig, und jede Reise braucht ihren eigenen Weg.
Als sich meine berufliche Situation durch die Schließung meiner Firma nach dem Mutterschutz änderte, stand fest: Ein Neustart muss her. Mein Mann war es schließlich, der den entscheidenden Anstoß gab: „Mach das doch einfach, es gibt nichts zu verlieren!“ Und als auch meine Mama mir sagte, dass sie an mich glaubt, wagte ich endlich den Sprung.
Heute bin ich nicht mehr nur die Mutter, die sich fragt „Was wäre wenn?“. Ich bin die Beraterin, die Fortbildungen absolviert, Konzepte entwickelt und ein Gewerbe angemeldet hat, um euch den Weg zu ebnen.
Ich habe mich getraut – damit ich euch helfen kann, euch in eurem Elternsein wieder sicher zu fühlen.

